Ohnmacht, Bestimmer, ACTA, Marina und die Jugend
Ich bin noch nie so oft verarscht worden, wie seit Oktober 2011 bis heute. Privat, medial wie politisch. Hinzu kommt, dass ich immer weniger Verständnis in meinem Umfeld finde für das, was “die Jugend von heute” so bewegt. Ich bin weder jung noch erwachsen, vielleicht irgendetwas dazwischen. Übrigens, ob der Kritik der letzten Posts meines Sprachverständnisses setze ich jetzt nach den ganzen Rechtschreibreformen einfach mal ein Statement: Deutsch ist Open-Source.
Die Woche bekam ihren Höhepunkt, als eine Nachbarin (Alter zwischen 75 und 85) mir gegenüber trat und mir vorwarf, ich wäre wohl nie beim Bund gewesen. Meinen Dienstgrad bei der Bundeswehr ist da wohl weniger erwähnenswert als das, was ich beim Bund erlebt habe. Weiterhin warf sie in’s Gespräch, dass Sie von der jüngeren Generation, als auch von der Bundeswehr oder von so vielen anderen Dingen nicht viel halten würde. Ebenso wenig versteht sie meinen Frust über die unverlangten, schlecht gemachten Blätter, die mit Werbung vollgestopft immer wieder meinen Briefkasten verstopfen. Obwohl auf dem Briefkasten in großen, leserlichen Buchstaben steht, dass ich die in meinem Briefkasten überhaupt nicht wünsche, erklärt Sie jedem wöchentlich wechselnden Zeitungsausträger, dass wir diese Zeitung doch alle gerne haben möchten. Nebst Wasserschaden bei ihr einer der Gründe für unser letztes Zusammentreffen. Schade, wenn mehrseitige A4-Briefe es nicht in meinen Briefkasten schaffen und wieder zurück zum Empfänger gehen. Deutlich verkündet sie mir ihren Unwillen, mir zu folgen oder Bereitschaft anzukündigen, mit Menschen leben zu wollen, die eine andere Meinung haben als sie.
Wohlwissend, dass eine Kriegsgeneration von den Nachwirkungen einer gescheiterten Weimarer Republik noch heute zehrt und Marcel Reichranicki gerade im Bundestag von einem Ausschwitz erzählt, dem ich nie begegnet bin. Auch in der Schule nicht. Die Aufklärung über das Übel der Vergangenheit unserer Vorfahren geschah zunächst durch Computerspiele und anschließend in Medien, wie Wikipedia und dem Netz. Auch der deutsche Herbst, ein Symbol für die Verklärung der Medien, der Justiz und des Volkes sowie einer Gruppe setze ich immer gerne in Szene, lerne und bin wissbegierig.
Wen meint meine Nachbarin wohl, die all das o.g. erlebt hat, wenn sie äußert, dass sie von der jungen Generation wohl nicht viel hält?
Ich habe ein Bild in meinem Kopf. Ich musste vor längerer Zeit mit einer Angestellten in einer Firma zusammenarbeiten, die relativ jung, mit 25 schon ihre mehrjährige Tochter erzog. Ihr wichtigstes Ziel war ihr Auftreten durch Sonnenbank, imposante Kriegsbemalung und einen Ausschnitt möglichst in’s richtige Licht zu rücken. Weiterhin bemerkte ich in Gesprächen mit ihr, wie stolz sie war, die Arbeitsagentur möglichst hinter’s Licht zu führen oder welche Sendungen im Fernsehen für sie relevant waren. Ich war stets bemüht, ihr eine andere Sichtweise über alle diese Dinge aufzuzeigen. Alle legten sich für Sie in’s Zeug, ganz besonders mein GF zu dieser Zeit, um der jungen Person es zu ermöglichen, ihre damaligen Entscheidungen zu korrigieren und wieder zurück in’s gesellschaftliche Leben zu kommen. Mir persönlich wurde allerdings klar, dass ihr Tratschen oder der Nagellack eine höhere Bedeutung hatte denn das Wachsen der Firma, in die alle meine Kollegen ihr Herzblut rund um die Uhr steckten. Gänzlich entzwei brach meine Meinung und damit auch die noch kollegiale Beziehung zu ihr, als sie begann über arabischstämmige oder türkischstämmige Migranten oder Mitbürger herzuziehen. Ein Versuch, ihr mitzuteilen, wer dieses Land nach all der Schande dessen Vergangenheit erneut aufgebaut hat, schlug fehl oder wurde negiert. Schon damals habe ich das perfekte Resultat von BILD und RTL2 in sie hinein interpretiert. Ich war traurig, dass ich in ihr nichts bewegen konnte, kein Denkanstoß gefruchtet hatte. Obwohl sie noch so viel Zeit hatte, in der Zukunft alles richtig zu machen, war ich mir sicher, dass ihr Leben mit Sicherheit anders als optimal verlaufen würde. Mit Verlaub, auch mein Leben läuft gerade alles andere als optimal.
Welche Werte, welche Moralvorstellungen, welche Ideale könnte sie wohl ihrer Tochter vermitteln? Die Erkenntnis machte mich tief betroffen: Es würden wohl keine sein.
TV-Dschungel
Wenn ich mitten in der Nacht auf der Suche nach einem alten Agentenfilm in’s EPG meines Fernsehers schaue, sehe ich dort in einer Reihe aufgelistet die ganzen Wiederholungen des Vortages. Neben Bauer sucht Frau, Frauentausch, Dschungel-Camp, verschiedene Talkshows zu unterschiedlichen Themen, bieten die knapp 700 Kanäle von Astra 19,2° Ost wohl wenig wissenswertes, denn Unterhaltung. Selten etwas, was erwähnenswert sein könnte. In den verbleibenden Sendungen präsentiert sich ein wenig gebildetes Prachtexemplar der “jungen Generation”, welche den Begriff “Harzen” definieren. Zwischen Silikon, Sex mit 11, Botox und Fremdgehlügendetektoren entdecke ich den Bachelor, der versucht sich die vermeintlich richtige zu pflücken. Es ist ein Sammelsurium, widerlicher, abscheulicher Eskapaden denen ich den Subtext “Niveau ist keine Creme” beilegen möchte, noch weit unter dem der Boulevardpossen von Lanz & Co. Auch Illner und Kollegen samt Heute-Journal driften immer weiter ab in die Untiefen dieses wertfreien, hirnfreien Spöks. Jemand hat mal zu Heidi Klum gesagt, man möchte aus ihr am liebsten “sechs Sorten Scheiße” herausprügeln und so empfinde ich mit dem Autor dieser Aussage. Er hat recht. Genauso wie Reich-Ranicki, der einen Fernsehpreis ablehnt.
Heidi, heute kriegst Du kein Foto.
Vielleicht ist es ja das, was meine Nachbarin meint? Sind wir wirklich so saublöd und wertfrei? Ein Teil meiner Generation ist leider so saublöd. Ich vielleicht auch?
Ohnmacht und Medien
Je mehr ich die Themen Wulff und FDP versuche zu verstehen, desto mehr drückt sich mir eine Gewissheit auf, dass es nebst der Oppositionspolitik, Merkel und Kollegen noch einen anderen Mitspieler gibt, der hier mehr oder weniger respektlos im Hintergrund versucht, seine Fäden zu spinnen. Die Krake Springer hat nach anfänglichen Home-Stories wohl die Lust an Wulff verloren und spielt den Ball in eine andere Richtung. Je nach Gusto. Nutzt dabei verschiedene Blätter des Verlags um ein möglichst einheitliches, detailreiches Bild von ihm darzustellen. Hinweis: Das tat Springer schon immer. Auch der Spiegel verkommt immer mehr, er liegt immer öfter daneben und springt auf alles, was sich im Busch bewegt. Den Bosbachs und Wiefelspütz sollte man eigentlich das Mundwerk zukleben, allerdings finden sie immer mehr Gehör. Als Resultat dessen empöre ich mich über meine Tweets und Facebook-Posts über Wulff in der Vergangenheit, auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass er nicht mein Bundespräsident ist. Auch wenn das Bild jetzt ein anderes ist und man vermeintlich denkt, ist denn nichts mehr heilig: Die Verhältnismäßigkeit der Berichterstattung im Vergleich zu einem seiner Voramtsträger ist in keinem Fall gegeben. Auch damals war nichts heilig denn käufliches.
Das böse Internet
Zwei dieser ganz besonderen Kandidaten aus zwei Volksparteien habe ich ja schon genannt. Sie wollen die Innenpolitik dieses Landes entscheidend mitbestimmen und befinden sich in dem einen oder anderen Ausschuss und schießen immer öfter gegen das ach so böse Internet. Voller Angst wollen sie die Freiheit des Netzes entscheidend beeinflussen. Woher kommt diese plötzliche Angst derer vor dem Netz?
Es hat sich etwas geändert. Mittlerweile entsteht ein Machtinstrument, welches sich nicht kontrollieren lässt. Ein Verleger ist in der Vergangenheit noch zu beeinflussen gewesen, etwas mal nicht zu drucken. Sofern der Anruf nicht auf dem AB gelandet ist, lässt sich die Presse gerne mal (je nach Interessengemeinschaft und Lobby) in die eine oder andere Richtung schubsen. Belohnt wird das mit ganzseitigen, gut bezahlten Werbeauftritten. Dieser Kanal ist immer eine Einbahnstraße gewesen. Leserbriefe wurden zwar gedruckt, finden aber nur auf einer Seite platz, sofern sie in’s Programm passten. Zeitungen sind – nebst Papier und Druckerschwärze – für eine Generation inzwischen obsolet. Diese Generation hat längst erkannt, dass es einen bidirektionalen Weg des Meinungs- und Informationsaustausch existiert. Sie sind meist besser über das Tagesgeschehen informiert und bieten eine Meinungsdiversität, als die anderen. Facebook, Twitter und das Blog haben klassische Nachrichtenmedien längst überholt, wie auch deren Leser. Es wird hinterfragt. Berufspolitiker werden überrannt. Plötzlich ist Moral wieder da, wo sie hingehört. Mit Verlaub, hätte es das in den letzten 30-40 Jahren bereits gegeben, so wären auch die Vorgänger unseres Bundespräsidenten oder deren Kollegen oftmals peinlich berührt oder gar zurückgetreten. Das Netz lässt sich nicht aufhalten. Bei einigen Printmedien ist die Erkenntnis gereift, dass man mit dem Netz wohl doch besser geht, als dagegen an: Die FAZ lässt Marina für sich schreiben. Mit Erfolg: Salon Skurril.
ACTA
Viel gescholten im Netz und in den klassischen Medien mit wenig Beachtung versehen sind zwei Dinger, die sich SOPA und ACTA schimpfen. Als von der Leyen mit ihrem Stoppschild inzwischen (gottseidank) und manch andere endgültig scheiterten, ist in der EU wohl die Erkenntnis gereift, dass man eine Regulierung des Netzes und vieler anderer Austauschgüter wohl nur durch das Hinterzimmer durchsetzen kann. Diese Formulierung ist 2006 hinter verschlossenen Türen in St. Petersburg beschlossen worden: ACTA wurde entschieden, unter anderem wurde dort unser Volk vertreten (bestimmt) durch unsere Kanzlerin. Wohlwissend, dass das Volk beunruhigt reagiert, würde es verstehen, was dort entschieden wurde. Der ISV ist seit dieser Woche Mitstörer, sofern er feststellt, dass ein Nutzer Urheberrechte ignoriert. Die gefährlichen Auswirkungen sind (nebst französischem Three-Strikes) wohl nur zu erahnen. Viele verschließen die Augen oder wollen sich schlicht nicht damit beschäftigen: Die Freiheit im Netz, wie wir sie kannten, ist als Resultat dessen bald passé. Es wird per Order bei den ISV’s keinen Weg mehr um die Netzregulierung herum geben. Der §100a StPO wird ausgehebelt, Fernmeldegeheimnisse sind jetzt Postkarten, auch dank der so dermaßen schwammigen Auslegungsmöglichkeiten von ACTA. Orwell bekommt nicht nur Bedeutung, Orwell ist jetzt da. Herzlichen Glückwunsch!
Der Wunsch o.g. Experten, endlich Kontrolle zurückzuerlangen, ist offenbar erfüllt worden. Wie gefährlich die Vollüberwachung meiner Lebensräume ist, zeigt ein Beitrag von Marcus Rosenfeld: Link
In sofern kann ich nur festhalten, wie sehr ich mich für die Auswirkungen des G8 Gipfels in St. Petersburg schäme und wie wichtig es ist, gegen Zensuren und derartig instrumentalisierte Regularien anzugehen, sie immer wieder anzuzeigen und den Dialog und Aufklärung einzufordern. Es sind die chinesischen Verhältnisse, die langsam zu uns kommen.
Medienkompetenz
Fast ebenso schlimm finde ich, dass der Umgang, die Bedeutung, das Verstehen oder die Möglichkeiten des Netzes im schulischen Alltag fast keinerlei Beachtung findet. Sei es, weil die lehrende Generation keine Berührungspunkte hatte oder weil Lehrer schlichtweg überfordert sind. Gleichso Eltern jeglicher Altersstufen, unvermögend auszubrechen aus ihrer Denke, um die Wichtigkeit, mediale Kompetenz zu fördern. Die 0. Spackeriade (Postprivacy) zu Berlin ende letzen Jahres hat dazu einen erwähnenswerten Gastbeitrag, den ich hier zu diesem Thema gerne noch einmal erwähne:
Der Beitrag zeigt auf, warum es so wichtig ist, sich neben dem Netz auch mit sozialen Netzen zu beschäftigen und warum ich finde, dass ein gesundes Miteinander der Spackeria und den Datenschützern uns auf den richtigen weg bringt.
Der Mangel an Medienkompetenz einer Gesellschaft und das zunehmende Beschäftigen mit dem Netz einer anderen Gesellschaft führt meiner Meinung nach auch zu immer mehr unüberwindbaren Hürden zwischen den beiden Strömungen. Das mit Unverständnis beider Gruppen über die jeweils andere und deren abwertende Haltungen nehme ich auch zunehmend bei mir selbst war. Immer weniger habe ich Verständnis für Menschen, deren Nachrichtenquellen und Informationsaustausch sich auf herkömmliche Weise bestimmen lässt. Immer öfters werde ich für meine Achtung des Netzes belächelt. Meiner Meinung nach ist die “andere” Gesellschaft Schuld für das Ungleichgewicht und die Übermacht der Bosbachs und Wiefelspützs, obwohl es an mir wäre Aufklärung zu betreiben. Es ist leicht, über unwissende herzuziehen – um so wichtiger ist es, den Dialog einzufordern.
Es ist an der Familienministerin, dem Kultusministerium hier alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Mangels Wissen versagen sie vollumfänglich.
Wer hat die politischen Antworten?
Vor ein paar Jahren wäre es wohl die FDP gewesen. Die FDP, sofern sie in der nächsten Bundestagswahl nicht komplett in der Versenke verschwindet, hat auf ihre eigenen Ideale nicht gehört. Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat in ihren Positionen zu wenig Gehör gefunden, ist sie wohl eine der wenigen, die noch die FDP ist, die ich mal kannte. Das, was da jetzt steht ist (gelinde gesagt) ein Witz. Der klägliche Versuch, Basispolitik zu betreiben, hat ihr fast das Genick gebrochen. Sie ist durchsetzt mit Lobbyisten. Das schwarze Gegenüber der FDP hat die wohl bedeutendsten Antworten auf die derzeitige Wirtschaftskrise. Ob sie richtig sind kann wohl keiner sagen. Sie hören sich am besten an. Allerdings ist sie in Summe zerfressen von sich selbst, besetzt mit Berufspolitikern die mit Cyanacrylat an ihren Sesseln festkleben. Schlussendlich sehe ich nur klägliche Versuche der Schwesterpateiobersten, unsere Generation und deren Ideale zu verstehen, um uns anschließend wieder mit Anlauf vor den Karren zu fahren. Frau Merkel selbst ist ein Phänomen. Die Raute der Macht versteht es, sich “ihr” Biotop so zu gestalten, wie sie es für richtig hält. Sie ist zwar die Ursache des stinkenden Tümpels, steht aber jedes Mal noch besser da wenn eine ihrer Gestaltungsobjekte angeschossen wird. Der CDU fehlen die Politiker, die vor Merkel da waren. Die SPD ist in derzeitiger Verfassung nicht ansatzweise ernst zu nehmen, vielleicht einmal, wenn Steinbrück die Geschicke lenkt.
Marina und die Piraten
Das komplette Gegenteil ist da die Piratenpartei. Sie schreibt nicht nur Parteiprogramm, sie lebt es gleich mitsamt Transparenz. Alle Verfehlungen und der Umgang mit Verfehlungen dieser Partei machen sie nur noch echter, noch liebenswerter. Themen, die sie bestimmen können, füllen sie mit guten und sehr richtigen Inhalten, manche Ziele sind gewöhnungsbedürftig. Vielleicht werden sie deshalb auch verkannt, weil diese Ziele falsch verstanden werden, z.B. das Thema Grundeinkommen. Ich bin glücklich, dass selbst in der CDU mittlerweile einige erkannt haben, dass die orangen mit Respekt zu genießen sind. Marina Weisband hat auf 1Live gesagt, dass sie findet dass es genug ist; noch mehr Unterstützung in der Masse wäre für ihre Partei nicht gut weil sie sich in der Entwicklung befindet. Eine Piratenpartei ist in der politischen Landschaft aber m.E. unverzichtbar, weil sie viele Themen genau richtig angeht. Weil sie ehrlich ist. Weil sie transparent ist. Auch wenn sie selbst das anders sieht, keine kann die Piratenpartei so gut repräsentieren wie sie. Weil sie selbst authentisch ist, echt ist, lebendig:
1LIVE – Plan B Talk: Partei-Piratin – Talk mit Marina Weisband (Audio)
Und sie tut noch etwas: Sie schmiert einige Berufs- und Machtpolitiker mal eben so an, indem sie mit ihrer Pause einfach mal ein Statement setzt: Link. Ich hoffe, dass die Piratenpartei sich so entwickelt, wie wir sie brauchen. Dass sie genau so lebendig bleibt, wie sie es im Moment ist. Vielleicht füllt sie ja das Vakuum, welches Rösler und Co. geschaffen haben. Dass sie ihre Ideale nicht über Bord wirft, für die sie so lange gekämpft hat, und dass sie ihre eigenen Instrumente nutzt, kann ich der Piratenpartei nur wünschen. Für mich die ehrlichste Form von Politik. Marina repräsentiert all das in ihr selbst, auch wenn sie es nicht wahrhaben will: Sie ist eine tolle Frau, wir brauchen sie – dringender als alles andere. Und sie kann das, was ich hier in vielen Sätzen ausformuliere mit spitzer Zunge viel besser kommunizieren, als ich es jemals vermag.
Und jetzt?
Meiner Nachbarin, einer ehemaligen Kollegin und den Verweigerern sozialer Netze und Blogs kann ich nur raten, sich endlich mit den Themen zu beschäftigen und die Bild-Zeitung beiseite zu legen. Es gibt viel mehr wissenswertes in dieser Welt. Es lässt sich mehr bewegen. Zensur oder Augenschließen ist keine Lösung. CCC und die Spackeria, als auch die Piraten werden mit Sicherheit in Zukunft weit weniger belächelt denn ernstzunehmende Gesprächspartner sein, auch wenn der Innenminister abwiegelt.
Vielleicht schafft diese Partei es ja, mein Ohnmachtsgefühl über Bord zu werfen. Ich fordere den Dialog ein.




